Pokerface ja, Pokerfuß nein

Stell Dir vor, Du triffst auf der Straße einen bekannten Menschen.
Er lächelt Dich an. Freut derjenige sich jetzt wirklich, Dich zu sehen? Oder sind Freundlichkeit und Freude nur gespielt?

Wie kannst Du das erkennen?
Woher weißt Du, ob Dein Gegenüber schnell weiter will oder gerne zu einem kurzen Ratsch mit Dir bereit ist?

Unser Gesicht können wir verstellen, darin sind wir oft Meister.

Aber viele Bewegungen, die wir gewöhnlich mit den Händen und Armen machen, verlagern sich unbewusst auf unsere Beine und Füße wenn wir unsere Körpersprache kontrollieren wollen.
Oder auch wenn wir etwas verbergen wollen.

Die Faustregel lautet: je weiter wir uns vom Kopf entfernen, desto weniger denken wir über unsere Körpersprache nach.

  • Wir achten in vielen Fällen auf unsere Mimik und Gestik.
  • Oder auch auf die Haltung unserer Hände.
  • Die Haltung unserer Füße jedoch berücksichtigen wir meistens nicht.
Grundsätzlich zeigen die Füße in die Richtung, an die wir gerade denken.
Angenommen also, Du unterhältst Dich gerade mit Deinem Gegenüber - oder beobachtest zwei Personen, die sich unterhalten, dann achte doch mal darauf, ob die Füße Deines Gesprächspartners in Deine Richtung zeigen.

Dann ist alles in Ordnung - derjenige ist gedanklich bei Dir. Er bleibt nicht aus reiner Höflichkeit stehen.

Was aber ist, wenn sich die Fußstellung plötzlich verlagert und die Fußspitzen an Dir vorbei zeigen? Dann kannst Du davon ausgehen, dass Dein Gegenüber gedanklich bereits voraus gelaufen ist und weiter möchte. Derjenige bleibt aus bloßer Höflichkeit stehen.

Ich könnte auch sagen:
Pokerface? - Machen wir oft.
Pokerfuß? - Noch nie gehört!!

Also: Achte auf die Füße. Die verraten oft mehr, als man denkt.

In diesem Sinne wie immer herzlichst,
Thorsten Havener

Firmen